Quickshot: Grampa vs Zombies

Kurze Tests für kleine Spiele: Nicht jedes Spiel hat genug Inhalt, um eine vollwertige Review darüber zu schreiben. Manch anderes geht dagegen zwischen den jährlichen Blockbuster-Releases komplett unter, weil einfach niemand die Zeit findet sich damit zu beschäftigen. Das heißt aber bei weitem nicht, dass diese Spiele es nicht wert sind angesehen und gespielt zu werden. Deswegen soll diese Kategorie dazu dienen, auch den kleinsten oder nischigsten Titeln ihren Platz an der Sonne zu liefern. Los geht’s heute mit Grampa vs Zombies – inklusive Rocketbeans T.E.A.R.S. Edition.

Wer?

Hinter Grampa vs Zombies steht Laserpotato – ein neu gegründetes Berliner Zweimann-Entwicklerstudio. Das besteht aus Maik Hebestadt und Oskar Pannier. Panniers Name ist bekannt: Er ist für Shakes & Fidget und die Diablo-Comicreihe Hell Yeah!, malt Bilder für Merchandise von Gronkh und seit einer Weile auch für die Rocketbeans. Grampa vs Zombies ist Laserpotatos erstes Spiel und wird vor allem durch seinen sehr Pannier-typischen Comiclook geprägt.

Opa Röder hat nicht mehr den stärksten Gewehrarm, aber sonst hätte der Spieler ja auch nichts mehr zu tun.
Schlichte Aufmache, aber gute Umsetzung: Nicht von der Grafik abschrecken lassen.

Was?

Grampa vs Zombies lehnt sich nicht nur namentlich an Popcaps Tower Defense-Hit Plants vs. Zombies an. Wie bei PvZ laufen auch bei Grampa vs Zombies selbige Untote von rechts nach links auf das Haus zu, dass es zu verteidigen gilt. Manche Zombies schützen sich dabei mit Helmen vor Beschuss, manche springen auf Pogosticks und manche sind drei Meter hoch und trampeln bei ihrem Ansturm auch schon mal andere Zombies nieder. Vor dem beschaulichen Heim auf der linken Seite sitzt Grampa im Schaukelstuhl, und wenn den einer der Gehirnfresser erwischt heißt es Game Over.
Statt mit Pflanzen allerdings verteidigt sich der wehrhafte Opa mit Waffengewalt. Flugs packt er seine Flinte aus und schießt den Zombies die Köpfe weg. Mit einem simplen Druck auf die rechte Bildschirmseite wird geschossen, schießt man eine Sekunde lang nicht läd Grampa automatisch nach. Das Problem: Grampas Wehrmachttage sind schon eine Weile vorbei und so ein Gewehr ist ganz schön schwer für einen alten Mann. Während er also versucht auf die Köpfe der Untoten zu zielen wackelt er wie wild, zielt mal zu hoch und mal zu niedrig und hält generell nie still. Dadurch liegt es also am Spieler, den richtigen Moment abzupassen, um einen Schuss abzufeuern. Alternativ gibt es auch noch einen Modus, in dem sich Grampas Arm nur hebt, wenn man den Finger auf dem Touchscreen lässt. Damit lässt sich genauer schießen, wenn man sich allerdings verschätzt kann es ganz schnell passieren, dass der Arm nicht mehr rechtzeitig oben ist. Mir persönlich gefällt dieser „Weak Arm“ Modus aber deutlich besser als der normale.
Für Kills und Killstreaks gibt es Punkte für die Highscoreliste sowie Geschenke, in denen Gegenstände stecken, die jedoch rein kosmetischer Natur sind. Da tragen die Zombies dann Wikingerhelme oder Opa schießt statt mit seiner Flinte mit einem alten Karabiner oder einer Laserwumme. Grampa vs Zombies ist Free to Play und finanziert sich über Werbebanner zwischen den Runden, Videos kann man freiwillig ansehen, um sich zusätzliche Kosmetik zu verdienen. Und hier wird es schön: Optional zur Entfernung von Werbung und zu Mikrotransaktionen in Form von kaufbaren Geschenken gibt es auch noch die Rocketbeans T.E.A.R.S. Edition von Grampa vs. Zombies. Die ist in Zusammenarbeit mit den Rocketbeans entstanden und beinhaltet Hintergründe, Kosmetikitems und Musik aus T.E.A.R.S., und am allerwichtigsten: Die Opa Röder-Kleidung und das Röder-Stimmenpaket für Grampa, eingesprochen von Nils Bomhoff. Die Zombies werden von den anderen Rocketbeans-Jungs eingestöhnt. Wer T.E.A.R.S. nicht kennt: Dabei handelt es sich um die erste Staffel des Pen and Paper-Projekt der Rocketbeans unter der Leitung von Hauke Gerdes. Die zweite Staffel ist grade angelaufen und beschäftigt sich unter dem Namen B.E.A.R.D.S. mit dem Wikingersetting.
Mit T.E.A.R.S.-Soundtrack im Hintergrund, der Optik von Nils‘ Charakter Röder und vor allem der ziemlich trashigen, aber ordentlich witzigen Vertonung („Mein Name ist Geronimo Röder und ich wohne hier!“) wird Grampa vs Zombies gefühlt zu einem ganz anderen Spiel, da kommt dann erst so richtig Motivation auf. Auf den Soundtrack sei hierbei nochmal besonders hingewiesen, der Titelsong Dungeons and Swagons fügt sich perfekt in Grampa vs Zombies hektisches Geballer ein. Außerdem geht ein Teil der 2,99€, die für den T.E.A.R.S.-Part fällig werden als Unterstützung direkt an die Rocketbeans. Einziger Wermutstropfen: Werbung muss man dennoch separat wegkaufen, bei knapp drei Euro hätte man die ruhig auch mit entfernen können.

Wo?

Grampa vs Zombies ist ein reines Appspiel und derzeit im App Store und im Play Store kostenlos erhältlich. Die Android-Version wird derzeit komplett überarbeitet, da sie mit technischen Problemen zu kämpfen hatte. Laserpotato stellt das Spiel nun komplett auf die Unity-Engine um. Die neue Version soll hoffentlich bis Ende des Jahres fertig werden und ersetzt dann sowohl die Android- als auch die iOS-Version. Bereits gekaufte In App-Käufe sollen auf die neue Version übertragen werden.

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