Momodora IV – Eine kleine Vorschau

Es gibt da ein ganz spezielles Fleckchen in meinem Herzen, dass für eine gewisse Art Sidescroller reserviert ist. Aufgetan hat dieses Fleckchen Cave Story+, eines meiner ersten Spiele auf Steam und bis heute wohl dasjenige, das ich als mein liebstes Indiespiel bezeichnen würde. Irgendwann widme ich euch auch noch einen Text, Curly und Quote. Und irgendwann bekomme ich dieses verdammte Achievement. Jedenfalls – im letzten Weihnachts-Sale auf Steam bin ich über ein Spiel namens Momodora III gestolpert, dessen Pixeloptik und Spielgefühl mich sofort an Cave Story erinnert haben. Es war ein kurzes Vergnügen. Zwei Stunden dauert der erste Durchgang, die nächsten beiden vielleicht noch eine halbe Stunde. Trotzdem war ich verliebt. Die Grafik, die Musik, die chibiartigen Charakter, das Kampfsystem – alles ist einfach bezaubernd. So kurz die Erfahrung ist, so billig ist sie auch, wer also Spaß an Indie-Plattform-Shootern oder dergleichen hat und sich nicht vor Japan-Cuteness fürchtet, sollte unbedingt mal einen Blick darauf werfen.

Während Momodora III eher wie eine konstant verbesserte Version von Momodora I und Momodora II wirkt (die es unter den Links gratis auf itch.io herunterzuladen gibt – generell, ladet euch mehr auf itch.io herunter, der Laden ist klasse), wirkt Momo IV wie ein komplett neues Spiel. Statt den beiden Mädchen Momo und Dora, die in den ersten drei Teilen zur Verfügung standen, ist der Protagonist von IV die Priesterin Kaho – die bereits in Momo III einen kleinen Auftritt hatte. Momodora IV ist tatsächlich ein Sequel und spielt mehrere Jahrhunderte vor Momodora III. Das dürfte den meisten Menschen aber gar nicht auffallen, es hat ja wohl kaum jemand den Vorgänger wegen der Story gespielt. Aber auch im eigentlich wichtigsten Punkt, dem Gameplay, wirkt Momodora IV brandneu: der Kampf hat sich maßgeblich verändert, Angriffe lassen sich nun durch gutes Timing zu Combos verbinden. Zudem gibt es eine dedizierte Fernkampftaste, mit der Kaho Pfeil und Bogen nutzen kann. Und statt der kleinen Chibifiguren und Gegner springen und zischen nun große, detaillierte und unglaublich gut animierte Pixelart-Charaktere über den Bildschirm. Allein Kaho selbst in ihrer weißen Priesterrobe ist einer der hübschesten Pixel-Sprites, die ich kenne. Wenn Cave Story auch einen sehr eigenen, charmanten Stil hat: In Sachen Aussehen hat Momodora ganz klar die Nase vorn.

Die Demo, die mir Entwickler Bombservice zur Verfügung gestellt hat, war sehr kurz und spielte in einem Geisterhaus, an dessen Ende mich ein Bossgegner erwartete. Und der war nach dem allgemeinen Artdesign der nächste fantastische Augenblick für mich. Denn Lubella, die Hexe des Verfalls zeigt zwar ein bisschen viel Ausschnitt (inklusive Wigglewiggle-Animation quasi direkt aus Dead or Alive) sieht aber sonst einfach nur toll aus. Selbstverständlich hat sie auch mehrere Kampfphasen und ist beim ersten Mal spielen gar nicht so einfach zu besiegen. Tatsächlich bin ich ordentlich oft gestorben in der ca. zwanzig Minuten langen Demo, in der man zum Glück eine Abkürzung zurück zum Speicherpunkt finden kann, bevor man sich in den Bosskampf stürzt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich freue mich wie ein Schneekönig auf Momodora IV. Meine Gier auf ein Cave Story 2 (beziehungsweise Kero Blaster vom selbem Team, das Mitte November veröffentlicht werden soll) ist komplett untergegangen in meiner Gier nach Momodora IV. Na gut, das ist eine Lüge. Ich freue mich auf Kero Blaster und ich hätte gerne Cave Story 2. Aber verdammt, Momodora IV wird echt gut.

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