Kero Blaster – Cave Story 1.5, Ribbit!

Studio Pixel gehört ja allein durch die Erstellung von Cave Story in all seinen Varianten zu meinen allerliebsten Entwicklern. Nicht nur das, durch selbiges Spiel haben sie auch eine Art Spiel in mein Bewusstsein gebracht, von denen es so wenige gibt, dass ich jedes das ich finde verschlinge und jedes Durchgespielte verfluche. Die Rede ist von pixeligen 2D-Japano Shoot Em Ups, die in der Kombination aus Grafik und Musik eine ganz bestimmte Atmosphäre erzeugen müssen. Neben Cave Story gibt es da vor allem Momodora, die mein Herz erobert haben. Nun hat Studio Pixel mit Kero Blaster nachgelegt und einiges von Cave Story beibehalten, aber auch manches neues eingebaut – zum Guten sowie zum Schlechten.

Die Story von Kero Blaster ist bei weitem nicht so tiefgreifend wie die von Cave Story, verzweigte Waffenupdates, Handlungsstränge oder unterschiedliche Enden gibt es auch nicht. Man merkt dem Spiel an, dass es auch für Mobilgeräte erschienen ist. Aber das ist in diesem Fall nicht unbedingt etwas schlechtes, denn meiner Meinung nach setzt es das gerade genügend von Cave Story ab, um weiterhin damit durch zu kommen, den gleichen Grafikstil und teilweise sogar dieselben Musikstücke zu benutzen. Kero Blaster ist, im Gegensatz zu Cave Storys offener 2D-Welt, in Level unterteilt, ähnlich einem Contra oder einem Super Mario mit Waffen. Die sind zum größten Teil ebenfalls aus Cave Story bekannt (Kein Studio Pixel ohne Pea Shooter, nehme ich an), haben jedoch alle kreative Updates, um die man im Verlauf der immer schwerer werdenden Stages auch gar nicht drum herum kommt. Aber gerade diese Mischung aus Level Up-System und Stages, die ich in sich geschlossen beenden kann, fesselt mich gerade so an Kero Blaster. Bei Civilization würde ich das Prinzip Just One More Turn nennen – nur noch ein Versuch, nur noch eine Stage mehr. Umso besser, weil Kero Blaster natürlich wieder nicht mit Sammelbarem geizt. Diesmal jedoch nicht in der Spielwelt wie Curlys berüchtige Unterwäsche in Cave Story, sondern durchs Durchspielen. Der Hard Mode, der mit Durchspielen des Normal Modes freigeschaltet wird, besucht zwar die gleichen Stages, hat aber eine komplett andere Story. Das ist super, um die Motivation aufrecht zu erhalten, zumal beide Geschichten, die ich bisher gesehen habe, wunderbar albern und ziemlich lustig sind – hauptsächlich, weil ich einen bewaffneten, stummen Frosch spiele, der allgemein nicht so ganz weiß, was er hier soll. Kero Blaster kommt zusammen mit Cave Story und Momo definitiv auf die „Hier will ich alles erreichen“-Liste.

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