Dieses eine Postapokalypse-Spiel, vom dem gerade alle reden

Als ordentlicher Spieleblogger kann man es sich dieses Jahr natürlich nicht nehmen lassen, über DAS Spiel in der Postapokalypse zu schreiben, das momentan in aller Munde ist. Schon auf der Gamescom 2015 kam man kaum darum herum, wenn man sich wie wir für besagte Art Spiele interessierte. Ich konnte es sogar kurz anspielen und mit den Entwicklern reden. Jetzt ist es endlich da, um uns mit seiner verstorbenen Welt und seinem genialen Soundtrack zu beeindrucken.
Die Rede ist natürlich –

– von Mushroom 11.

Was dachtet ihr denn?
Mushroom 11 ist mal wirklich ein sehr besonderes Spiel. Viele Spiele werben damit, innovatives Gameplay zu bieten oder ein einzigartiger Vertreter ihres Genres zu sein. Letztendlich stimmt das auch bei vielen davon, macht doch nicht die reine Umsetzung des Klicks in die entsprechende Bewegung das Spiel aus, sondern die Kombination aus Gameplay, Leveldesign, Atmosphäre, Grafik und was sonst noch alles hinein spielt. Aber selten war diese Aussage seit Beginn der Videospielentwicklung so von Grund auf wahr wie in Mushroom 11. Denn obwohl man den Indietitel von Untame definitiv in die Kategorien Puzzle-Plattformer oder Physikpuzzler stecken kann, gibt es keinen steuerbaren Charakter oder Platforming im eigentlichen Sinn. Stattdessen spiele ich einen grünen Blob, wahrscheinlich den namensgebenden Pilz (erklärt wird hier nichts, warum auch), und ich bewege mich fort, indem ich ihn hinten ausradiere, damit er vorne wächst. Klingt komisch, kompliziert und unkontrollierbar. Ist es auch. Aber auf eine seltsam befriedigende Art durchschaut man nach kurzer Zeit, wo ungefähr der Pilz gleich hinwachsen wird, ohne richtig zu verstehen, warum. Und während die Rätsel im ersten von insgesamt fünf Kapitel noch relativ einfach zu verstehen sind (schneller nach links blobben als ein Laufband nach rechts fährt, etwa, oder mich in eine fallende Säule verhaken, um nicht in Lava zu fallen) wird es spätestens ab Kapitel 3 richtig böse. Die Entwickler haben sogar einen Patch nachgeliefert, der den Schwierigkeitsgrad herunter dreht, indem Collectibles auch beim Tod gespeichert werden. Und bei der Position mancher dieser Collectibles war das auch bitter nötig. Die sammelbaren Gegenstände sind übrigens Lebewesen, deren DNA sich der Pilz einverleibt. Nicht gerade freundlich.

Aber das passt zu der unglaublich toll gezeichneten Welt, die sich hauptsächlich im Hintergrund des 2D-Sidescrollers abspielt. So weit ab von der Wahrheit war der Vergleich mit Fallout nämlich gar nicht. Die Apokalypse in Mushroom 11 scheint nur deutlich mehr Wumms gehabt zu haben, wenn ein mutierter Pilz und einige Insekten die einzigen überlebenden der Katastrophe sind. An zerstörten Skylines vorbei blobbe ich mich über rostige Züge, verbogene Stopschilder und durch die obligatorische Kanalisation. Oh, und der Soundtrack ist unglaublich gut. Ich hatte vorher noch nie von The Future Sound of London gehört, aber anscheinend haben die es ganz ordentlich drauf. Leider gibt es den Soundtrack von Mushroom 11 online nirgendwo anzuhören (Was ein Versäumnis ist, wirklich; allein damit ließen sich Leute werben), aber der Trailer hat immerhin ein Musikstück zu bieten:

Danke an Untame, die mir den Key zu Mushroom 11 zum Testen zur Verfügung gestellt haben.

3 Gedanken zu “Dieses eine Postapokalypse-Spiel, vom dem gerade alle reden

  1. Das steht auch auf meiner Liste und hat mir schon mit den ersten Videos gut gefallen. Bei der Einleitung muss ich dir aber widersprechen, denn gerade dann, wenn alle darüber reden, habe ich am wenigsten Lust, etwas darüber zu schreiben ^^

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