#52Games – Nebensache: Achieve it!

Trophäen – Achievements – sind Nebensache beim Spielen, zumindest sollten sie das sein. Meiner Meinung nach sind sie aber eine sehr schöne Nebensache, eine, die mich zum Weiterspielen motiviert. Manchmal käme ich gar nicht auf die Idee, Dinge zu tun, wenn es dafür kein Achievement gäbe, und dann bin ich dem entsprechenden sehr dankbar, dass es mich auf die Möglichkeit gestoßen hat.
Auch ich hatte eine Zeit, in der ich zwanghaft jedes Achievement von jedem angefangenen Spiel wollte. Vor allem deswegen, weil sie angeblich vom eigentlichen Spielspaß ablenken, werden sie gerne kritisiert. Das Ziehen beim Anblick einer fast vollendeten Trophäenliste spüre ich auch heute noch oft, nachgeben tue ich jedoch selten. Man lernt mit wachsendem Realleben, seine kostbare Freizeit in spaßige, schöne Spielzeit umzuwandeln, nicht in sinnfreies Grinding oder den ultraharten dritten Spieldurchgang eines mittlerweile langweiligen Spiels.
Viel lieber orientiere ich mich also an schönen, spaßigen Achievements – denn die gibt es. Ihnen strebt man gerne entgegen und man freut sich, wenn sie errungen hat und dann auch präsentieren kann. Darunter zählen unter anderen die bereits erwähnten Möglichkeiten aufzeigenden Errungenschaften; Brütal Legend beispielsweise hat mir mit dieser Trophe viel Spaß bereitet, auf den ich ansonsten wahrscheinlich nie gekommen wäre:

Einen Motorradeber ins über die halbe Karte ins Meer reiten - wäre ich sonst nie drauf gekommen, macht aber echt Spaß!

Einen Motorradeber ins über die halbe Karte ins Meer reiten – wäre ich sonst nie drauf gekommen, macht aber echt Spaß!

Momentan hat es mir besonders Sid Meier’s Civilization V angetan, was Errungenschaften angeht. Durch einen sehr aktiven, Civ-spielenden Freundeskreis habe ich ohnehin ständig Lust auf „Nur…noch…eine…Runde…“, und bei der Gelegenheit habe ich eben begonnen, mich an den Steam-Achievements zu orientieren. Das sind viel zu viele, um sie jemals alle zu bekommen; so viele, dass ich nicht mal den Drang spüre es zu versuchen. Aber darunter sind einige, die sich nicht nur witzig anhören, sondern auch einigen Spaß versprechen. Beispielsweise hat jedes Volk zusätzlich zu reinem „Gewinne mit Volk X“ noch eine weitere Errungenschaft, die eine bestimmte Spielweise vorgibt. Diese sind oft inspiriert von einem realen Ereignis oder – deutlich öfter – einem Gag, der sich irgendwie anbot, auch wenn das Ergebnis dann ein quasi nicht erreichbares Achievement ist:

Indiana

Denn Civ V lässt das erreichen von Achievements bis auf wenige Ausnahmen nur im Singleplayer zu, wo eine solche spezifische Situation enorm unwahrscheinlich ist. Aber allein, dass die Gelegenheit für diese Referenz den Leuten bei Firaxis zu schade war, um sie verstreichen zu lassen macht mich glücklich.

Und schließlich gibt es dann noch die eigentlichen Errungenschaften im Sinne des Wortes – nicht ganz einfach zu erreichende Ziele oder Zustände, auf die man stolz ist, und bei denen man sich freut, wenn das Spiel sie anerkennt – idealerweise ohne dass man vorher wusste, dass man mit einer solchen Trophäe belohnt wird. Deswegen mag ich versteckte Achievements so gerne, die ihr Ziel nicht preisgeben. Der Belohnungseffekt ist deutlich größer, wenn ich vorher keine Ahnung habe, dass ich gleich belohnt werde. Darunter zählen vor allem solche, die sich auf das Erreichen bestimmter Bonusenden oder das Besiegen optionaler Bossgegner beziehen. Japanische RPGs sind in beiden ganz groß; Sowohl Final Fantasy X als auch Dark Souls gratulieren mir zum Sieg über den geheimen Megaboss. Am meisten übt diesen Reiz natürlich die Platin-Trophäe aus, die sich auf Sonys PlayStation-Systemen kriegen lässt – für das Erreichen aller anderen Trophäen, eine Belohnungsbelohnung also. Die taugt nichts, wenn die anderen Trophäen des Spiels langweilig, grindig oder andererseits viel zu einfach zu erreichen sind. Aber wenn man sie sich so richtig verdienen muss, durch Können, Aufmerksamkeit und Übung? Dann hat es sich gelohnt.

Bloodborne

#52Games ist ein Blogprojekt von Zockwork Orange, das jede Woche ein neues Thema vorgibt. Das dieswöchige Thema lautete ‚Nebensache‘.

6 Gedanken zu “#52Games – Nebensache: Achieve it!

  1. Ja die lieben Achievements. Auch ich verspüre immer den Drang alle zu bekommen. Wie du schon geschrieben hast sind viel davon leider nur Zeit investieren. „Sammle alle Marienkäfer“ und so ein Quark.
    Im Gegensatz zu dir hasse ich jedoch versteckte Achievements. Das hält mein innerer Garfield (neugierig wie ne Katze) nicht aus.

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  2. Das sind die schlimmsten. Nutzlose Sammelaufgaben, wie sie Ubisoft gerne einbaut, schrecken mich am schnellsten von der Platintrophäe ab.
    Natürlich schaue ich auch irgendwann nach, wenn ich versteckte Achievements nicht kriege. Aber grade in einem ersten Spieldurchlauf finde ich es total toll, welche zu kriegen, mit denen ich nicht gerechnet habe :)

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  3. Das stimmt. Man ist im Spiel vertieft und plötzlich „Pling! Chirurg. Sie haben 100 Körperteile entfernt.“
    Das zaubert mir auch immer ein Lächeln ins Gesicht.

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  4. Mich jucken die meist nicht die Bohne. Ein Spiel muss mich echt fesseln, damit ich so etwas vervollständige. Meist sind die Sachen die man tun muss teilweise ja ziemlich abstrakt. Ich habe weder Lust gezielt zig Gegner zu töten, noch in einem Civi mit allen Fraktionen etc. zu spielen. Davon bin ich überhaupt kein Fan. Genauso wie die ganzen Fahnen die AC früher hatte … ernsthaft? Nee, damit lockt man mich definitiv nicht. Auf 100 Prozent habe ich daher auch nur einen Bruchteil meiner Spiele.

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  5. Pingback: #52Games – Deep Blue Sea: Angelwut – indieflock

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