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Pascals Lieblingskritiken des Jahres 2018

Es ist der Anfang des neuen Jahres, und das heißt zum mittlerweile dritten Mal: Lieblingskritiken! Die Aktion, in der ich EURE liebsten deutschsprachigen Artikel über Spiele sammle und mit euren Begründungen zu den schönsten des Jahres küre, findet auch dieses Mal statt. Dieses Mal jedoch nicht hier, auf indieflock.net, sondern auf videogametourism.at, Rainer Sigls wunderbarer Sammelseite für allerlei außergewöhnliche Videospielkultur! Klickt den Link, wenn ihr von der Aktion nun zum ersten Mal hört, oder wenn ihr euer Wissen auffrischen wollt. Und dann schreibt eure liebsten Artikel des Jahres 2018 dort in die Kommentare, postet sie auf Twitter unter dem Hashtag #Lieblingskritiken, oder legt eine eigene Liste auf eurem Blog an und schickt sie mir. Ich freue mich darauf!

Natürlich könnte ich diese Aktion kaum führen, wenn ich nicht selbst mitmachen würde und viele tolle Artikel des Jahres als meine Lieblinge bezeichnen und vorstellen möchte. Hier nun also ohne viele weitere Worte meine Favoriten von 2018!

„Mehr Demokratie wagen!“ – Die Demokratie und ihr Bild in der Civilization-Serie von Björn Hennig
Ich schätze Björns Artikel schon lange sehr für ihre Mischung aus aktueller Politik, historischen Anekdoten und Videospielmechaniken. Mit dieser Auseinandersetzung mit dem Demokratiebild insbesondere von Civilization V und der dortigen Amerikanisierung hat er sich im vergangenen Jahr meiner Meinung nach selbst übertroffen.

Die Spaziergänger 7: Stay Home von Sebastian Standke
Die Spaziergänger, abwechselnd von Sebastian Standke und Rainer Sigl geschrieben, ist ohnehin ein ganz besonderes Format. In dieser sehr persönlichen Auseinandersetzung mit Agoraphobie und dem „Nicht-Spazierengehen“ von Sebastian sehe ich den Höhepunkt der Reihe.

En Detail: Yakuza von Andreas Inderwildi
Ebenfalls auf videogametourism zu finden ist Andreas‘ Bildstrecke En Detail zur Spielwelt von Yakuza. Streng genommen nicht deutschsprachig, weil ganz und gar ohne Text ausgekommen – aber doch eine wundervolle, viel zu wenig gewürdigte Auseinandersetzung mit der Spielreihe.

Selbstreferentialität und Grenzüberschreitung – Walk the Line von Nora Beyer
Noras Text über Spiele, die sich selbst referenzieren und aus den üblichen vier Wänden ausbrechen, hat mich bereits in der Print-Ausgabe des GAIN-Magazins begeistert. Ihre etwas andere Auffassung der ‚ludonarrativen Dissonanz‘ ist definitiv einen Blick wert!

Super Nintendo Mini und PlayStation Classic sind die Geschichtsschreibung der Gewinner von Daniel Ziegener
Mit der Archivierung alter Spiele haben sich dieses Jahr dank Nintendos Initiative gegen ROM-Webseiten viele Menschen im ganzen Internet beschäftigt, so etwa auch ich. Daniels Artikel über die unzureichende Archivier-Fähigkeit, die Mini-Konsolen wie das NES Classic bieten, bietet eine sehr wichtige Perspektive, die zunächst offensichtlich erscheinen mag, aber im Marketing um die trendigen Konsolen oft vergessen gemacht wird.

Zeit. Zufall. Elitismus! Wenn „Destiny“ Vorsehung heißt, warum basiert dann so vieles auf dem Zufall? von Nils Bernd Michael Weber
Destiny ist nicht mein Steckenpferd. Nils hat es mit seinen Artikeln über Destiny 2, insbesondere diesem Beitrag zum Elitismus der Spieler-Community und den Loot-Algorithmen jedoch geschafft, mein Interesse so sehr zu wecken, dass ich das Spiel installiert und gestartet habe – wenn ich auch nur bis zum ersten Hub-Gebiet durchhielt.

Lyrische Impressionen aus Horizon: Zero Dawn von Sophie Bömer
Das einzige Video meiner Liste! Sophies Poesieprojekt zu Aloy, der Protagonistin von Horizon: Zero Dawn, ist etwas ganz Besonderes. Wenige mir bekannte Menschen verknüpfen Videospiele mit kreativer Kunst abseits von Fan Art, und Gedichte sind vermutlich das fernste Medium, das ich mir in so einem Zusammenhang hätte vorstellen können.

Wenn euch diese Liste dazu inspiriert hat, selbst eure Lieblingskritiken mitzuteilen, dann eilt auf videogametourism.at und hinterlasst dort, oder auch direkt hier, einen Kommentar! Ich freue mich über jede Einreichung.