Neofeud: Gibt es Sozialarbeiter in Westeros?

Wir leben in einer Welt, in der nahezu jede Nische mit genug Konkurrenz ausgefüllt ist, dass es fast obsolet wird, Dinge zu erklären; viele ausufernde Erklärungen lassen sich mit Aussagen wie „Es ist so ein bisschen wie…“ auf das Nennen einiger Gemeinsamkeiten herunterdampfen. Viele Schreiber, mich eingeschlossen, nehmen diese einfache Route zum Verständnis. Zu viele, zu oft. Immerhin haben wir aus dieser Art des Diskurses schon meme-trächtige Stilblüten wie „the Dark Souls of“ bekommen. Das Dark Souls der Waschmaschinenlieferdienste, das Game of Thrones der Straßenmusikervereinigungen. Noch schlimmer gehts eigentlich nur, wenn sich Produkthersteller oder Dienstleiter selbst solchen Vergleichen in ihren Werbekampagnen unterwerfen. Weiterlesen

Münchner Spielszene #2: Talk & Play #1 im Werk1

Am 26. September 2017 fand das aus Berlin stammende Talk & Play-Konzept zum ersten Mal im Münchner Werk1 statt. Ausrichter war die Organisation Games / Bavaria, moderiert wurde das Event von Robin Kocaurek, ehemals Teil des Shift Happens-Entwicklers Klonk Games und nun selbst bei Games / Bavaria angestellt.
Viele Fotos des Events finden sich auf der Facebook-Seite von Games / Bavaria.
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The Joy of Playing Wolfenstein: The New Order While Being German. Pascal Wagner, Unwinnable Monthly 95

Leseprobe: „Wonderful and Fantastic – The Joy of Playing Wolfenstein: The New Order While Being German“ – Unwinnable 95

Für das amerikanische digitale Indie-Magazin Unwinnable habe ich eine Liebeserklärung an Wolfenstein: The New Order und was es für mich als in Deutschland Aufgewachsenen bedeutete, dieses Spiel zu spielen. Entgegen dem ersten Anschein geht es dabei nicht hauptsächlich um die Zensuren der Vorgänger oder die gemachten Änderungen in The New Order: Es geht um die Leichtherzigkeit, mit der Wolfenstein eine Horrorvision der Zukunft zu einem Spielplatz macht, auf der die eigenen Verklemmungen und Ängste der deutschen Vergangenheit gegenüber in Angriff genommen werden können. Weiterlesen

Inferno

Das Eingangsszenario von Hellblade befördert Senua in eine grauenhafte Parallelversion von Dante Alighieris Comedia: Verzweiflung ob des Tods ihres Geliebten Dillion treibt sie in die nordische Unterwelt, um dessen Seele aus den Fängen der Totengöttin Hel zu befreien. Mit dem Boot begibt sie sich vor die Tore der physisch manifestierten Hölle, wo sie ganz wie Dante im Limbo auf einen guten Geist trifft, der sie bei ihrem Unterfangen begleitet. Druth, der ausgestoßene Geschichtenerzähler, dessen Wissen um die Riten der Nordmänner Senuas einziger Anhaltspunkt auf Dillions Verbleib ist, hilft der keltischen Kriegerin im Verlauf des Spiels mehr als einmal dabei, sich nicht von den Ängsten und Stimmen in ihrem Kopf niederreißen zu lassen. Weiterlesen