So ein Feuerball, Junge!

2015 habe ich voller Ehrfurcht einen Text darüber verfasst, wie mich das damals neu erschienene N++ in die Knie gezwungen hat. Heute möchte ich dieses Lob auf Splinter Zone ausweiten. Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß daran, zu versagen. Das möchte ich vor allem dem schnellen Spielgefühl zuschreiben – und den tollen Explosions-Partikeleffekten. „So ein Feuerball, Junge!“ weiterlesen

Ein Bilderspielbuch: Burly Men at Sea

Den Wert von kurzen, stark narrativ gesteuerten Spielen bemerke ich in letzter Zeit ganz besonders. Mit Leaving Lyndow und Takume haben sich mir Geschichten präsentiert, die in weniger als einer halben Stunde erzählt waren und mich dabei doch sehr berührt haben. In Burly Men at Sea habe ich zwar insgesamt deutlich mehr Zeit auf dem Zähler, doch die Geschichten, die ich darin erfahre, sind kaum länger als die von Takume. „Ein Bilderspielbuch: Burly Men at Sea“ weiterlesen

Das Science Fiction Jahr 2016 und The Age of Decadence

Dieser Text ist Teil der Gamessparte des Science Fiction Jahr 2016-Buchs, das seit 2015 im Golkonda-Verlag erscheint. Vielen Dank an die Herausgeber Hannes Riffel und Sascha Mamczak und an den Redakteur der Sparte, Alexander Müller aka molosovsky, dafür dass ich mitschreiben durfte! Das Jahrbuch gibt es als Paperback und als eBook zum Beispiel auf Amazon (kein Affiliatelink), wenn euch mein Beitrag gefällt, dann mögt ihr den Rest sowieso. „Das Science Fiction Jahr 2016 und The Age of Decadence“ weiterlesen

Vertrauen ist optional

Eines der weniger spaßigen ‚Features‘ von Visual Novels, die eine komplexe Story in kleinen Happen und mehreren Enden präsentieren ist die Unart, weite Teile der Story immer wieder wiederholen zu müssen. Oft wird das mit unterschiedlichen Wahlmöglichkeiten zu kompensieren versucht, die manchmal durchaus schwerwiegend und integral fürs Erreichen eines neuen Endes sind, manchmal aber auch nur ein wenig neuen Geschmack in ein ansonsten gleichbleibendes Gespräch bringen sollen. Selten einmal werden nette Twists in ein solches Konzept eingebracht, etwa wenn sich unerwartet Dinge im Spielverlauf ändern, obwohl ich als Spieler genau das gleiche gemacht habe wie zuvor auch – Die Zero Escape-Reihe ist hierfür wohl von allen bekannten Visual Novels am ehesten berühmt. „Vertrauen ist optional“ weiterlesen

Früher war alles jünger

Nicht alles war früher besser, aber vieles ist heute scheiße. Diese schwer anfechtbare Weisheit propagieren einige der schon länger dem Jugendalter entsprungenen Polyneux-Kollegen ohne Unterlass. Und auch wenn ich heute, was die Spielelandschaft angeht, einiges sogar ziemlich geil finde, muss ich dem gerade zustimmen. Einiges, was früher ganz gut war, ist heute nämlich ziemlicher Müll. Fast jeder hat das wohl beim Blick ohne rosarote Nolstalgiebrille auf das Lieblingsspiel irgendeines Bekannten schon festgestellt. Versteht sich fast von selbst, dass sich das nicht nur auf ganze Spiele beschränkt, sondern auch auf Spielkonzepte, Gameplaymechaniken oder etwa Grafikstile. Und wenn ein neues Spiel als Konglomerat solcher von damals zusammengeklaubter Stückchen nur die Nostalgieschiene reitet, um beachtet zu werden, dann kann es von vorneherein kein besonders gutes Spiel gewesen sein, oder? Au weia… „Früher war alles jünger“ weiterlesen

Sorcery! – Magische Weggabelungen. Ein Review-Spiel

Verbittert hast du dich durch die Höhlen des Todesberges gekämpft. Du weißt, dass dein Vorhaben von Erfolg gekrönt ist, als du Tageslicht siehst, eine portalartige Öffnung im Fels, die hinaus auf eine begrünte Lichtung führt. Im Sonnenschein siehst du eine tempelartige Struktur im Zentrum der Fläche stehen. „Sorcery! – Magische Weggabelungen. Ein Review-Spiel“ weiterlesen

Leaving Lyndow: Verlassen, aber nicht verloren

Wie so manch anderer, der die Fahne für Spiele als wichtiges Kulturgut im Allgemeinen und Indiespiele als Schätze im Besonderen hochhält, neige ich vermutlich zur Überhöhung. Manche, viele, Spiele haben eine Botschaft, die es sich zu erkennen lohnt und über die ich dann auch schreiben möchte. Manchmal finde ich ein Spiel so toll, dass ich ihnen einfach viel mehr zutrauen möchte als sie sich selbst. Dann schreibe ich, spekuliere, mache mich vielleicht auch ein bisschen zum Hirsch. „Leaving Lyndow: Verlassen, aber nicht verloren“ weiterlesen