Vom Horror in The Evil Within

The Evil Within ist ein paar Jahre alt, der folgende Text enthält den einen oder anderen Spoiler. Diese sollten aber nicht weltbewegend sein und verraten auch keine großen Plot-Twists oder Ähnliches (Außerdem erschien vor einigen Tagen der Nachfolger; wer diesen Text liest, wird den Erstling mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ohnehin gespielt haben).

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The Joy of Playing Wolfenstein: The New Order While Being German. Pascal Wagner, Unwinnable Monthly 95

Leseprobe: „Wonderful and Fantastic – The Joy of Playing Wolfenstein: The New Order While Being German“ – Unwinnable 95

Für das amerikanische digitale Indie-Magazin Unwinnable habe ich eine Liebeserklärung an Wolfenstein: The New Order und was es für mich als in Deutschland Aufgewachsenen bedeutete, dieses Spiel zu spielen. Entgegen dem ersten Anschein geht es dabei nicht hauptsächlich um die Zensuren der Vorgänger oder die gemachten Änderungen in The New Order: Es geht um die Leichtherzigkeit, mit der Wolfenstein eine Horrorvision der Zukunft zu einem Spielplatz macht, auf der die eigenen Verklemmungen und Ängste der deutschen Vergangenheit gegenüber in Angriff genommen werden können. Weiterlesen

Inferno

Das Eingangsszenario von Hellblade befördert Senua in eine grauenhafte Parallelversion von Dante Alighieris Comedia: Verzweiflung ob des Tods ihres Geliebten Dillion treibt sie in die nordische Unterwelt, um dessen Seele aus den Fängen der Totengöttin Hel zu befreien. Mit dem Boot begibt sie sich vor die Tore der physisch manifestierten Hölle, wo sie ganz wie Dante im Limbo auf einen guten Geist trifft, der sie bei ihrem Unterfangen begleitet. Druth, der ausgestoßene Geschichtenerzähler, dessen Wissen um die Riten der Nordmänner Senuas einziger Anhaltspunkt auf Dillions Verbleib ist, hilft der keltischen Kriegerin im Verlauf des Spiels mehr als einmal dabei, sich nicht von den Ängsten und Stimmen in ihrem Kopf niederreißen zu lassen. Weiterlesen

Utawarerumein-gottwasfüreinname

Während ich auf eine gezeichnete Badeszene mit einer fuchsohrigen Frau und einer gerade so volljährigen japanischen Prinzessin starre, frage ich mich, wie ich hierher gekommen bin. Was habe ich bis dato falsch – oder richtig – gemacht, damit SpielerZwei mir den Link zu Utawarerumono: Mask of Deception mit den Worten „Wäre das nicht was für dich?“ schickte? Weiterlesen

Fighting Game+ – Injustice 2

In der am schlechtesten passenden und dennoch akkuraten Beschreibung könnte man Injustice 2 als das ideale Kampfspiel für Leute bezeichnen, die alle anderen Spielegenres gut finden, nur Fighting Games halt nicht. Du spielst gerne Dragon Age? Wir hätten da ein Levelsystem, mit dem du Batman stärker machen kannst! Overwatch ist voll dein Ding? Lootkisten haben wir auch! Ist sogar manchmal kein Müll drin. Du spielst Metal Gear für die Dialog-Zwischensequenzen und nicht fürs Gameplay? Dann schau dir doch mal den Storymodus von Injustice 2 an. Und scheiße, hast du gesehen wie gut diese Gesichtsanimationen aussehen? Weiterlesen

„Ihre einzige andere Errungenschaft“ – Das Frauenbild bei Civilization VIs Großen Persönlichkeiten

Wer hat eigentlich den Computer erfunden? Alan Turing in den frühen Vierzigern, als Vorläufer der heutigen Maschinen? Oder Charles Babbages um 1830, dessen ‚Analytical Engine‘ die streng genommen wirklich erste Rechenmaschine war? Aus historischer Romantisierung vermutlich eher ersterer. Doch Babbages Maschine war wirklich nur genau das: Ein Rechenkasten, der kalkulieren konnte. Mehr wollte Charles auch gar nicht. Seine enge Freundin und Arbeitskollegin Ada Lovelace jedoch? Sie formulierte Visionen dessen, was solche Geräte in der Zukunft einmal im Stande zu tun sein mögen und wie Menschen mit Computern als Werkzeug umgehen könnten. Heute gilt Ada als erste Programmierin. Der Analytical Engine wird dennoch Babbages zugeordnet, und die Frage nach der Erfindung des ‚Computers‘ würden die meisten Menschen, wenn nicht sogar mit Steve Jobs, dann doch eher mit Alan Turing beantworten. Weiterlesen