Indie, Spielereviews

Ein Wang in meiner Suppe

Oh Junge, hab ich mich auf dieses Spiel gefreut. Aber das ist ja bekanntlich der beste Weg, um vom Endprodukt dann enttäuscht zu sein. Weiterlesen „Ein Wang in meiner Suppe“

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Indie

Shadow Warrior (2013): Fortune Cookie-Galerie

In Vorbereitung auf Shadow Warrior 2, das ich gerade sehr intensiv teste, habe ich noch einmal meine ganze Glückskeks-Spruchsammlung zu Shadow Warrior (2013) in eine einzige Galerie gepackt. Natürlich sammle ich auch in Teil 2 gerade eifrig Kekse mit schwachsinnigen und großartigen Witzen, eine weitere Galerie wird also definitiv folgen. Weiterlesen „Shadow Warrior (2013): Fortune Cookie-Galerie“

English Texts, Feature, Indie

Fortune Friday #6: Lunchtime Paper Shafts

The last Fortune Friday concludes with a blast from the past: A cookie from the original Shadow Warrior! Also, a pixel girl from the original Shadow Warrior, but that one wasn’t intentional. I don’t know about you, but I am hyped for Shadow Warrior 2. Again: Give the first one a try if you haven’t already. Weiterlesen „Fortune Friday #6: Lunchtime Paper Shafts“

English Texts, Feature, Indie

Fortune Friday #5: In Bed!

Glory of warriors past found its way into Shadow Warrior. Did you know? Just…don’t bend down for the soap if you are not prepared. Weiterlesen „Fortune Friday #5: In Bed!“

English Texts, Feature, Indie

Fortune Friday #4: Sing Along

Wisdom of the old masters and a disturbing amount of sexual mistakes find their place in todays pictures. I’m going to call in sick, I think. Weiterlesen „Fortune Friday #4: Sing Along“

English Texts, Feature, Indie

Fortune Friday #3: The Wang Awakens

There’s climate change and Ninja Turtles in here. Can you find them? If you missed sone of the picture galleries, click the links below. They’re as gorgeous as Wang is!

  • Fortune Friday #1: Cookie Wisdom for Everyone
  • Fortune Friday #2: All Fights Reserved
  • English Texts, Feature, Indie

    Fortune Friday #2: All Fights Reserved

    Week 2 of FortuneFriday starts with a Copyright claim and ends with helpful advice. Thanks, wild hogs. If you missed last weeks picture gallery, click the link below. They’re as gorgeous as Wang is!

  • Fortune Friday #1: Cookie Wisdom for Everyone
  • English Texts, Feature, Indie

    Fortune Friday #1: Cookie Wisdom for Everyone

    So Flying Wild Hog is developing Shadow Warrior 2 and I love it. To commemorate this and fuel my own hype, I made a little foto gallery with possibly the best collectibles in gaming history: Asshole fortune cookies. I will post one of this galleries every week. Let’s call this conveniently the ‚FortuneFriday‘, because it will hashtag well. If you enjoy the cookies, you should try out Shadow Warrior. It’s currently dirt-cheap on Steam (like it is most sales). If you are capable of reading German, you might even enjoy my review of it.

    Indie, Spielereviews

    Genug Wang für jeden – Shadow Warrior (2013)

    Wer beim Lesen des Titels die Stirn gerunzelt und in seinen alten Spieledisketten gekramt hat, der erinnert sich richtig: Shadow Warrior ist der Reboot des 1997 erschienen gleichnamigen First Person Shooters der Duke Nukem-Macher – Den ich übrigens nur empfehlen kann – und hält damit in einer Zeit von Militärsimulationen und Schlauchlevels die Arenashooter-Flagge hoch in die Luft. Zum baldigen Release des zweiten Teils (der verflucht gut aussieht, wie ich nicht müde werde zu erwähnen) möchte ich noch einmal Werbung für diesen kleinen Schatz hier machen. Aber will das heute überhaupt noch irgendjemand spielen?
    Logisch. Weiterlesen „Genug Wang für jeden – Shadow Warrior (2013)“

    Indie, Retro, Spielereviews

    Let your Wang always hang Lo – Shadow Warrior Classic (1997)

    Ich starte gerade meinen dritten Spieldurchlauf im aktuellen Shadow Warrior. Devolvers Nahkampf-Shooter-Hybrid geht nächstes Jahr in die zweite Runde (Doppelt so viele Katanas = doppelt so viel Spaß, korrekt?) und ich freue mich wie ein Schneekönig darauf. Zeit also, mal etwas Werbung für Shadow Warrior (1997) zu machen, um Werbung für Shadow Warrior (2013) zu machen. In etwa gleichzeitig mit der Veröffentlichung des Reboots hat Devolver Digital nämlich eine verbesserte Version des Klassikers zum Verkauf bereit gestellt, eine kostenlos spielbare Version des unberührten Originals gibt es sogar schon eine Weile länger. Mehr als genug Gelegenheit also, diesem „Duke Nukem-Klon“ eine Chance zu geben. Taugt’s noch?

    Sch…Wang…vergleich. Verzeihung, der hinkte.
    Sch…Wang…vergleich. Verzeihung, der hinkte..

    Nachdem 3D Realms sich 1996 mit Duke Nukem 3D eine mehr als solide Fanbasis geschaffen hatte waren die Meinungen umso gespaltener, als man ein Jahr später keinen Nachfolger, sondern einen ganz neuen Namen basierend auf der gleichen Engine in den Regalen stehen sah. Shadow Warrior, so die Vermutung und so der Vorwurf auch heute noch, ist doch nur ein Abklatsch, ein Ritt auf der Dukem-Erfolgswelle, schau mal, der Asiate klopft sogar genauso dumme Sprüche, nicht einmal etwas neues haben sie sich einfallen lassen!

    Ich habe Shadow Warrior zu seiner Zeit nicht gespielt, weil ich damals viel zu sehr damit beschäftigt war, Fahrrad fahren zu lernen. Erst mit der Entdeckung des Remakes von 2013, das ich für den besten Shooter zwischen Half-Life 2 und Wolfenstein: The New Order halte, bin ich auch auf das Original gestoßen. Shadow Warrior Classic Redux nennt sich die Enhanced Edition auf Steam, kostet stolze zehn Tacken und enthält das Spiel von damals und zwei Erweiterungen, eine bessere Auflösung, eine Hand voll Trading Cards und einen riesigen Haufen Achievements. Nun, da einem Shadow Warrior (2013) regelmäßig zu unverschämt hohen Rabatten hinterher geworfen wird und auch ich erst beim Preis einer Packung Glückskekse zugeschlagen habe, dachte ich mir ich gönne den Buchhaltern von Devolver Digital noch ein bisschen Milchgeld und probiere den Klassiker aus. Und dann starte ich das Spiel, stolpere ein wenig, wild um mich schießend und schlagend umher und sehe nach recht kurzer Zeit das hier:

    Und da wusste ich, das Geld hat sich gelohnt.
    Und da wusste ich, das Geld hat sich gelohnt.

    Für Verfechter der Political Correctness ist Shadow Warrior der leibhaftig gewordene Teufel. Einer Zeit entsprungen, in der sich noch keiner über Rassismus und Sexismus in Spielen Gedanken gemacht hat, steuern wir einen langbärtigen Japaner mit einem Katana, der bei jedem dritten Kill Witze über seinen Schwanz macht, um chinesischen Reisbauern nachempfundene Selbstmordbomber und Ninjadämonen auszuschalten und um hin und wieder über nackte Mangadamen zu stolpern, die entweder lasziv in einem Tümpel zwei Meter neben einem brennenden Ölfass baden oder auf Wandgemälden mit ebenso nackten dicklichen Männern posieren. Der Humor von Shadow Warrior ist ein eine große, überschwappende Tonne, auf der in roten Lettern „Bullshit“ gemalt steht, und über der jeder Entwickler einmal die Hose herunterlassen durfte. Die Glückskekse, die als Inspiration für die selbigen im neuen Shadow Warrior dienen, erzählen Witze über pinkelnde Priester, und Kaninchen können sich wahlweise vermehren wie dieselben oder zur immer wieder frischen Monty Python-Gedächtnis-Killermaschine werden. Da hält kein Duke Nukem 3D mit. Und obwohl ich zu der Gruppe Menschen gehöre, die Nintendo dafür kritisiert, keine gleichgeschlechtlichen Ehen in Tomodachi Life zuzulassen, kann ich mich darüber bestens amüsieren. Das Zeug ist einfach zu abgedreht, um es ernst zu nehmen.

    Lo Wang schleicht sich an und erledigt seine Feinde mit leisen Shuriken, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Nebenbei kandidiert er für den Titel Sexiest Shadow Warrior Still Alive und schlüpft in beide Hosenbeine gleichzeitig.
    Lo Wang schleicht sich an und erledigt seine Feinde mit leisen Shuriken, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Nebenbei kandidiert er für den Titel Sexiest Shadow Warrior Still Alive und schlüpft in beide Hosenbeine gleichzeitig.

    Zilla sends his regards!

    Die Story, die dem Gemetzel zugrunde liegt, ist hierbei schnell abgehandelt: Lo Wang arbeitet als Mann fürs Grobe für Industriemagnat Orochi Zilla, der aber seit neuestem Dämonen zur Erfüllung seiner Zwecke beschwören kann und deswegen seinem gefährlichsten Angestellten mit einer Truppe Teufelswesen die Lichter ausblasen will. Wang schneidet sich mit heiler Haut aus dem Berg aus Dämonenfleisch und reist zu seinem ehemaligen Meister, um sich mit diesem zu verbünden. Dummerweise hat Zilla den schon um die Ecke gebracht – Oh, habe ich da etwa die Spoilerwarnung vergessen? – und damit setzt sich der Shadow Warrior zum Ziel, seinen ehemaligen Boss einen Kopf kürzer zu machen. Mehr wird’s nicht, und allgemein dient das ganze sowieso nur um die Schauplatzwechsel zu rechtfertigen.
    Fokus von Shadow Warrior sind und bleiben drei Dinge: Die Umgebungsrätsel, die Erkundung auf der Suche nach Secrets und der Kampf. Wobei die Rätsel eigentlich nur dazu da sind, Raum zum Atmen und Munition aufstocken zu bieten, bevor der nächste Kampf los bricht. Meistens suchen wir eine Keycard oder einen farbigen Schlüssel, um die entsprechende Farbtür zu öffnen, oder wir sprengen die richtige Wand mit einem Propantank von Zilla Industries, um uns den Weg durch die Tür zu sparen. Früher oder später kracht es immer, und wenn es kracht, glänzt Los tödlicher Wang auch jetzt noch.
    Die Grafik ist natürlich heute ein müder Witz, aber trotzdem haben die Modelle noch ihren ganz eigenen Charme. Wang spiegelt sich in Fenstern, was dazu führt, dass man sich die spärlichen Animationsstufen der Hauptfigur genauestens ansehen kann, die Gegner sind entweder groß und bullig oder klein und schnell und wirken jeweils auf ihre eigene Art bedrohlich. Die meisten haben sogar unterschiedliche Sterbeanimationen abhängig davon, ob man sie im Nah- oder im Fernkampf besiegt. Am besten haben sich die Waffenmodelle gehalten, die immer noch ganz hübsch wirken. Und davon gibt es einige. Katana und die „Fists of Fury“ decken den Nahkampf ab, zudem kann sich Lo Wang aus einer Reihe von Bewaffnungen in Form von Shuriken, Uzis, einem Raketenwerfer mit Nuklearsprengköpfen, einem Strahlengewehr, den abgehackten Köpfen von Feinden und noch einigem mehr bedienen. Und damit geht’s dann auf ins sadistische Schlachten.

    Halbe Dämonen, Blut bis hoch zu den Ellenbogen und gute alte Medikits. Davon gibt’s heute viel zu wenig.
    Halbe Dämonen, Blut bis hoch zu den Ellenbogen und gute alte Medikits. Davon gibt’s heute viel zu wenig.

    Das Trefferfeedback ist beeindruckend, Gegner bluten mit jedem Schuss, gehen bei zu viel Schaden innerhalb kurzer Zeit in die Knie und zerplatzen bei einem heftigen Treffer, beziehungsweise zerfallen in zwei sauber durchtrennte Hälften, wenn Wang das Schwert sprechen lässt. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich einstellen, ist aber auch auf normal ganz ordentlich und sorgt für den einen oder anderen Tod. Da sich aber zu jeder Zeit speichern lässt, ist das zu verschmerzen und spornt höchstens an, da noch mal effizienter zu arbeiten. Großartig ist auch das Leveldesign ausgefallen. Die Gebiete sind zwar alle sehr linear, und es geht immer darum den Ausgang zu finden, um ins nächste Gebiet vorzudringen. Dennoch begeht man sie wie eine offene Karte, da man auf der Suche nach einem Schlüssel oder der passenden Tür immer wieder zurück muss, oder nach dem Entdecken eines geheimen Gangs irgendwo rauskommt, wo man doch vorhin schon mal war – nur diesmal vielleicht zwei Stockwerke höher oder gut genug bewaffnet, um diese brüchige Wand da hinten aufzusprengen.

    Fazit?

    Shadow Warrior ist auch heute noch eine Freude, wenn man auf schnelle, unkomplizierte Shooter steht und sich nicht an der sehr alten Grafik stört. Die Level sind gepackt mit Geheimnissen und Gags, die Gefechte spielen sich flüssig und enden in befriedigenden Körperteilfontänen, und der Humor ist so unfassbar infantil und übertrieben, dass man nicht anders kann, als zu schmunzeln, entweder amüsiert oder angeekelt. Für den Preis eines Taschenbuchs (denn Lesen ist für Schlapp-Wangs), bei zahlreichen Ausverkäufen auch gerne mal beträchtlich weniger, bekommt man das Hauptspiel samt zwei Erweiterungen, die den Schwierigkeitsgrad der Kämpfe und den Anspruch der Rätsel noch einmal gewaltig in die Höhe schrauben. Wer einfach nur das Spiel erleben möchte, wie es sich damals angefühlt hat, kann sich die Originalversion sogar komplett kostenlos auf Steam herunterladen. Es gibt also kein Argument, sich diese Gaudi entgehen zu lassen, wenn man auch nur das kleinste bisschen Interesse aufbringt.