Star Dread: All for Nought

Captain Yager seufzte, als das massive, überlange Artillerieschiff langsam, aber unaufhaltsam in den Hangar eindrang. Die Spitze der mächtigen Waffe glühte sanft rot und pulsierte, als hätte sie einen eigenen Herzschlag. Die eingeklappten Seitenruder gaben dem Schaft der Maschinerie den Anschein von muskulösen Schwellungen, die durch die sanfte Vibration der leerlaufenden Triebwerke besonders betont wurden. Weiterlesen

Fighting Game+ – Injustice 2

In der am schlechtesten passenden und dennoch akkuraten Beschreibung könnte man Injustice 2 als das ideale Kampfspiel für Leute bezeichnen, die alle anderen Spielegenres gut finden, nur Fighting Games halt nicht. Du spielst gerne Dragon Age? Wir hätten da ein Levelsystem, mit dem du Batman stärker machen kannst! Overwatch ist voll dein Ding? Lootkisten haben wir auch! Ist sogar manchmal kein Müll drin. Du spielst Metal Gear für die Dialog-Zwischensequenzen und nicht fürs Gameplay? Dann schau dir doch mal den Storymodus von Injustice 2 an. Und scheiße, hast du gesehen wie gut diese Gesichtsanimationen aussehen? Weiterlesen

Früher war alles jünger

Nicht alles war früher besser, aber vieles ist heute scheiße. Diese schwer anfechtbare Weisheit propagieren einige der schon länger dem Jugendalter entsprungenen Polyneux-Kollegen ohne Unterlass. Und auch wenn ich heute, was die Spielelandschaft angeht, einiges sogar ziemlich geil finde, muss ich dem gerade zustimmen. Einiges, was früher ganz gut war, ist heute nämlich ziemlicher Müll. Fast jeder hat das wohl beim Blick ohne rosarote Nolstalgiebrille auf das Lieblingsspiel irgendeines Bekannten schon festgestellt. Versteht sich fast von selbst, dass sich das nicht nur auf ganze Spiele beschränkt, sondern auch auf Spielkonzepte, Gameplaymechaniken oder etwa Grafikstile. Und wenn ein neues Spiel als Konglomerat solcher von damals zusammengeklaubter Stückchen nur die Nostalgieschiene reitet, um beachtet zu werden, dann kann es von vorneherein kein besonders gutes Spiel gewesen sein, oder? Au weia… Weiterlesen

Für Mütterchen Spieleindustrie

Russische Science-Fiction hat einen gewissen Ruf, dank Namen wie Asimov und Lukjanenko zumeist einen recht guten. In der Spielewelt allein sticht da sofort die Metro-Reihe nach Autor Dmitri Gluchowski heraus. So gut scheint der Ruf, dass selbst nicht-russische Entwickler sich dieser Assoziation bedienen wollen. Weiterlesen

Vizekönig der Besessenen

Ein paar Gemeinsamkeiten hat Destinys großes Addon ja schon mit der Star Wars-Prequel-Trilogie: Beide erzählen eine Geschichte, die keiner gebraucht hätte, beide versuchen sich mehr oder weniger erfolgreich an der Politisierung ihres Universums und beide haben, alles in allem, genau einen interessanten Charakter. Hauptsächlich fiel mir aber kein besserer Witz ein. Intellektuell hat Destiny auch weiterhin überhaupt nichts zu bieten.

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